Im Nordbad rutsche ich immer und spiele Ball, auch im Wasser … . Ich spiele nur mit dem Ball und tauche unter. … und esse Pommes und Eis.

Max und Ben Kutschke

Nordbad

Wenn ein Freibad einen 10-Meter-Turm besitzt erübrigt sich der Rest, Liegewiese, Umkleidekabinen, „Eckhasche Verboten“ usw. Die lakonischen Anmerkungen von Max und Ben Kutschke ergänzen das gesagte: Im Nordbad rutsche ich immer und ich spiele Ball, auch im Wasser … . Ich spiele nur mit dem Ball und tauche unter. … und esse Pommes und Eis.

Das in den 1950er Jahren errichtete Bad, ganz im Stil dieser Zeit, mit einer überlebensgroßen Frauenfigur aus Beton auf der Eingangswiese, die mit Badekappe bedeckt auf frühere Freibadkultur und deren Strenge verweist. Das Bad ist in einer Senke auf den Trothaer Klausbergen angelegt, gleich nebenan liegt kleiner Campingplatz.

Bei den Ausschachtarbeiten zum Freibad fand man 1952 vermutlich die Reste einer früheisenzeitlichen Solequellfassung – ein befestigtes Becken. Außerdem sind ein Brunnen, ein alter Quellverlauf und zahlreiche der Formsalzherstellung dienende Gefäßstützen entdeckt worden (nach Karl Riehm bzw. Waldemar Matthias).
Vielleicht ist das gefundene frühhistorische Wasserbecken auch ein Beleg für hallesche Badkultur.


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