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Centrum Warenhaus Halle und Halle-Neustadt
... beim Ausschachten der Baugrube für das Centrum-Warenhaus stießen wir auf ein hochrangiges Telefonkabel: die Direktleitung „Paris-Moskau“.
Dietmar Steudel (damaliger Projektleiter)
Wir saßen in einer der Neustädter Hochhaus-Scheiben, ein Planungsteam von etwa 200 Mitarbeitern, eine Gruppe von etwa 80 Mitarbeitern arbeitete speziell am Centrum Warenhaus. Hinzu kamen noch weitere Partner aus Polen, welche die Klima- und Lüftungstechnik im Warenhaus umsetzten. Beim Ausschachten der Baugrube kam es zu einer Bauverzögerung, denn wir stießen auf ein hochrangiges Telefonkabel: die Direktleitung „Paris-Moskau“. Wir durften das Kabel natürlich nicht beschädigen. Wir schafften eine Konstruktion um das Kabel zu unterfangen. Während dieser Arbeit wachten links und rechts vom Kabel zwei Stasimitarbeiter. Ohnehin herrschten auf der Baustelle schwierige Bedingungen. Wir mussten auf der einen Seite der Baustelle den Straßenbahnverkehr gewährleisten, auf der anderen Seite verlief die Hochstraße und zudem waren wir links und rechts von den Saalearmen eingekeilt. Als wir später den Tunnel zwischen dem Warenhaus und dem Lager schaffen wollten, ließen wir uns extra Bergwerksbohrzeug bringen. Wir bohrten von zwei Seiten, doch die Bohrungen trafen sich nicht. Die am Bau der Hochstraße beteiligten Kollegen hatten offensichtlich einige Schalungseisen und Baustahl unter der Hochstraßenbrücke versenkt. Die Bohrkronen drifteten somit mehrfach ab. Also war auch der Tunnel kein Leichtes. |