|
Julius-Kühn-Anlage
Das Gewächshaus steht an der Stelle des ehemaligen Wassergeflügelteiches. Zu Demonstrationszwecken in der Lehre wurden auf dem Gelände einst zahlreiche Nutztiere gehalten.
Elke Vollmer
Julius-Kühn-Anlage
„Das Gewächshaus steht an der Stelle des ehemaligen Fisch- und Wassergeflügelteiches. Zu Demonstrationszwecken in der Lehre wurden auf dem Gelände einst zahlreiche Nutztiere gehalten“, erzählt Elke Vollmer. Sie kümmert sich als Mitarbeiterin des Instituts für Agrar- und Ernährungswissenschaften der Martin Luther Universität Halle-Wittenberg unter anderem auch um die Pflanzen in dem Gewächshaus. Elke Vollmer verweist auf Julius Kühn, den Begründer der Anlage: „Für Julius Kühn war Landwirtschaft angewandte Naturwissenschaft“. Julius Kühn, seit 1874 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Lepoldina, hat der Landwirtschaftlichen Forschung an der halleschen Universität zu hervorragendem Ruf verholfen. Er legte entlang der Emil-Abderhalden-Straße einen Haustiergarten für Forschung und Lehre an, bis in die 1990er Jahre badete noch das Wassergeflügel in einer Pfütze am Rande der Anlage, in den Ställen wurden Schweine gehalten und morgens krähte der Hahn. Bekannt ist ebenso das Julius-Kühn-Versuchsfeld, auf dem seit 1878 der Dauerdüngungsversuch "Ewiger Roggen" fortläuft. Sowie das nach ihm benannte Museum für Haustierkunde |